Sie möchten eine Brandschutztür kaufen? Dann ist meist eine T30-Tür gefragt - die mit Abstand häufigste Feuerwiderstandsklasse im Hochbau. Wir führen sie in drei Bauarten: als Stahlblechtür, als Holztür und als Aluminium-Rohrrahmenelement. Welche davon zu Ihnen passt, hängt vor allem von der Wand und vom Einsatzort ab - hier erfahren Sie, worauf es ankommt.
Was ist eine Brandschutztür? | Wo ist sie Pflicht? | Stahl, Holz oder Alu? | T30 aus Stahlblech | T30 aus Holz | T30 als Alu-Rohrrahmen | Funktion & Zubehör | Anfrage & Beratung
Sie wissen nicht, welche Zarge zu Ihrer Wand passt oder brauchen ein Sondermaß? Stellen Sie uns Ihre Türanfrage - nennen Sie uns einfach Wandaufbau und Maße, wir kümmern uns um den Rest.
Fachlich korrekt heißen Brandschutztüren Feuerschutzabschlüsse. Ihre Aufgabe: Öffnungen in brandhemmenden und brandbeständigen Wänden so verschließen, dass Feuer nicht durchschlagen kann. Sie gehören damit zum vorbeugenden baulichen Brandschutz.
Die Anforderungen regelt in Deutschland die DIN 4102-5, in Österreich die ÖNORM B 3850. Die Feuerwiderstandsklassen sind T30, T60, T90, T120 und T180 - die Zahl gibt an, wie viele Minuten die Tür dem Feuer standhält. Wichtig: Sie muss sich auch nach dieser Zeit noch öffnen lassen.
Zusätzlich wird nach Flügelzahl unterschieden: T30-1 steht für eine einflügelige, T30-2 für eine zweiflügelige Tür. Wird Glas eingebaut, muss es dieselbe Klasse erfüllen wie die Tür - in eine T30-Tür gehört also eine F30-Verglasung.
Übrigens: T30 deckt rund 90 Prozent aller Anwendungsfälle im Wohn- und Gewerbebau ab. Brauchen Sie T60 oder T90, finden Sie diese ebenfalls bei uns - alles zu den Feuerwiderstandsklassen T30, T60 und T90.
Vorgeschrieben ist sie dort, wo Landesbauordnung oder Sonderbauvorschriften es verlangen. In Deutschland und Österreich hat jedes Bundesland eine eigene Bauordnung - im Zweifel gibt Ihr Architekt oder die Bauaufsicht Auskunft.
Typische Fälle aus der Praxis:
Alle drei Bauarten erfüllen dieselbe Brandschutzanforderung. Der Unterschied liegt in Optik, Einsatzort und Preis. Diese Übersicht hilft bei der Vorauswahl:
| Stahlblech | Holz | Alu-Rohrrahmen | |
|---|---|---|---|
| Einsatzort | Keller, Heizungs- und Technikraum, Treppenhaus, Garage | Wohnungsabschluss, Wohnflure, Praxen, Hotels | Büros, Kliniken, innenliegende Flure |
| Optik | Zweckmäßig, RAL-beschichtet | Wie eine Zimmertür: Lack, CPL, Furnier | Schmaler Rahmen, große Glasfläche |
| Stärke | Robust, unempfindlich, günstig | Fügt sich ins Wohnumfeld ein | Bringt Tageslicht in dunkle Flure |
| Weniger geeignet | Wo die Tür repräsentativ wirken soll | In feuchten, stark beanspruchten Räumen | Wo Sichtschutz gewünscht ist |
| Preis | € | €€ | €€€ |
Kurz gesagt: Geht es um einen Keller-, Technik- oder Lagerraum, ist Stahlblech fast immer die richtige Wahl. Liegt die Tür im sichtbaren Wohnbereich, greifen Sie zu Holz. Und soll ein innenliegender Flur hell und offen bleiben, führt am Alu-Rohrrahmenelement kaum ein Weg vorbei.
Die Stahlblechtür ist die meistverkaufte Brandschutztür überhaupt - robust, wartungsarm und im Verhältnis günstig. Sie eignet sich überall dort, wo Funktion vor Optik geht: Heizungskeller, Technikraum, Lager, Treppenhaus.
Eines der vielseitigsten Modelle ist die Hörmann H3 OD. Sie ist komplett einbaufertig und zugelassen erhältlich - entscheidend ist nur, welche Zarge Sie brauchen:
Genau hier liegt der häufigste Fehler beim Bestellen: Die Zarge muss zum Wandaufbau passen, sonst erlischt die Zulassung. Prüfen Sie vorher, ob Sie eine massive Wand oder Trockenbau haben - und messen Sie die Wandstärke.
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Im Wohnbereich fällt eine graue Stahltür sofort unangenehm auf. Die Holz-Brandschutztür löst das Problem: Sie erfüllt dieselben Brandschutzanforderungen, sieht aber aus wie eine normale Zimmertür.
Marktführer ist hier Schörghuber. Die weiße T30 Holztür mit Stahlzarge gibt es ab 625 mm Breite und in Höhen von 1875 bis 2125 mm - wahlweise mit Stahleck- oder Stahlumfassungszarge für Mauerwerk, Beton oder Leichtbauwand.
Bei den Oberflächen haben Sie freie Wahl: weißer Lack, CPL, HPL oder Hörmann Durat. So lässt sich die Brandschutztür farblich und in der Struktur exakt an Ihre übrigen Zimmertüren angleichen - im Flur einer Wohnung sieht man ihr die Schutzfunktion dann gar nicht mehr an.
Typische Einsatzorte: Wohnungsabschlusstür, Übergang zum Treppenhaus, Türen in Arztpraxen, Kanzleien und Hotels.
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Innenliegende Flure ohne Fenster wirken schnell dunkel und beklemmend. Ein Rohrrahmenelement aus Aluminium löst das: Der schmale Rahmen trägt eine großflächige Brandschutzverglasung, sodass Tageslicht bis tief in den Gebäudekern fällt - ohne den Brandschutz zu vernachlässigen.
Ein bewährtes Modell ist die Teckentrup ADS90 FR30: 90 mm Bautiefe, wärmegedämmt, einflügelig bis 1020 mm Breite und bis 3000 mm Höhe. Geeignet für Mauerwerk, Porenbeton, Beton und Leichtbauständerwände. Zarge und Türblattrahmen liefern wir auf Wunsch eloxiert oder in RAL-Farbtönen.
Zur Wahl stehen Blockzarge (Montage in der Öffnung) und weitere Zargenvarianten. Typische Einsatzorte sind Bürogebäude, Krankenhäuser, Praxen und Verwaltungsbauten - überall dort, wo Brandabschnitte nötig sind, das Gebäude aber offen und hell wirken soll.
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Feuerschutzabschlüsse müssen selbstschließend sein und dürfen niemals mit Keilen oder Ähnlichem offen gehalten werden. Das klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber ständig missachtet - und macht die Tür im Ernstfall wirkungslos.
Soll eine Brandschutztür im Alltag trotzdem offen stehen, gibt es dafür die richtige Lösung: eine Feststellanlage. Sie hält die Tür elektromagnetisch offen und wird über Rauchmelder gesteuert - erkennt der Melder Rauch, fällt die Tür automatisch zu. Feststellanlagen im Shop ansehen.
Brandschutz und Rauchschutz sind übrigens zwei verschiedene Dinge. Eine Brandschutztür hält Feuer zurück, ist aber nur mit Zusatzausstattung auch rauchdicht. Umgekehrt muss eine reine Rauchschutztür keinen Feuerwiderstand aufweisen - geregelt ist sie in der DIN 18095. Eine Tür, die beides kann, heißt zum Beispiel T30-RS. Rauchschutztüren ansehen.
Soll die Tür zusätzlich vor Einbruch schützen, kombinieren Sie Brandschutz mit einer Sicherheitsklasse nach RC2 oder RC3 - mehr zu Brandschutztüren mit Sicherheit.
Für ein passendes Angebot brauchen wir von Ihnen: die geforderte Feuerwiderstandsklasse, den Wandaufbau (Mauerwerk, Beton oder Trockenbau) samt Wandstärke, die Maße der Wandöffnung, Anschlag und Öffnungsrichtung sowie den gewünschten Werkstoff.
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Seit über 10 Jahren beliefern wir Kunden in ganz Deutschland mit Brandschutztüren. Freundliche Beratung und schnelle Lieferung sind bei uns selbstverständlich - testen Sie uns!